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Astronomie L - O

Leuchtkraft: Der Gesamtbetrag an Energie, der von einem Stern in der Zeiteinheit emittiert wird.

Librationen: Scheinbare Oszillationen des Mondes, die bewirken, daß der Mond von der Erde aus unter etwas verschiedenen Blickwinkeln gesehen werden kann. Dadurch sind rund 59 Prozent der Mondoberfläche beobachtbar.

Lichtjahr: Ein Entfernungsmaß, das definiert ist als die Strecke, die das Licht im Vakuum in einem Jahr zurücklegt; es entspricht 9,4607 x 10 hoch12 km oder 63.240 Astronomischen Einheiten. Gebräuchlicher ist in der Astronomie das Parsec, das 3,2616 Lichtjahren entspricht.

Magnetosphäre: Weitgehend ionisierter, äußerster Teil einer Planetenatmosphäre, in dem die physikalischen Vorgänge im wesentlichen durch die Wirkung des planetaren Magnetfeldes auf die Elektronen und Ionen bestimmt werden.

Meridian: Ein Großkreis entweder durch die Pole der Erde oder der Himmelskugel; speziell der für den Beobachter genau Nord-Süd verlaufende Meridian (Ortsmeridian, Mittagsmeridian).

Meteor Die beim Einfall und Verglühen eines kleinen, festen, kosmischen Körpers (Meteorit) in der Erdatmosphäre erzeugte Leuchtspur.

Meteorit: Der feste Körper, der ein Meteorphänomen erzeugt; speziell die auf der Erdoberfläche auftreffenden, nicht verglühten Reste. Meteorite bieten die einzigartige Möglichkeit, kosmische Materie im Laboratorium zu untersuchen.

Okkultation: Die zeitweilige Bedeckung eines Himmelskörpers (meist eines Sterns) durch einen anderen (meist ein Planet oder Mond). Eine Sonnenfinsternis ist ein Spezialfall einer Okkultation.

Opposition: Ein Planet ist in Opposition, wenn sich die Erde auf der Verbindungslinie Planet-Sonne zwischen beiden befindet. Die Opposition ist die günstigste Position für die Beobachtung des Planeten.

Astronomie P - R

Parallaxe: Die scheinbare Ortsveränderung eines Objekts infolge einer wirklichen Ortsveränderung des Beobachters. Durch Messung der Parallaxe kann die Entfernung entfernter Objekte bestimmt werden, zum Beispiel von Sternen aus der durch die Bewegung der Erde auf ihrer Bahn sich ergebenden "jährlichen Parallaxe".

Parsec: Definiert als die Entfernung, in der ein Stern eine jährliche Parallaxe von einer Bogensekunde hat; dies sind 3,2616 Lichtjahre oder 3,0856776 × 1013 km.

Penumbra: Das Gebiet des Halbschattens, das bei Beleuchtung mit einer Lichtquelle endlicher Größe um den Kernschatten entsteht; siehe auch Umbra. Der Ausdruck wird auch für die äußeren Teile (den "Hof") von Sonnenflecken verwendet.

Perihel: Der sonnennächste Punkt der Bahn eines Planeten oder Kometen; der Gegenpunkt heißt Aphel.

Phasenwinkel: Der Winkel, der von den Verbindungslinien Sonne - Planet. (oder Mond) und Planet Erde gebildet wird.

Photosphäre: HeII (einfach ionisiertes Helium) leuchtende Schicht, die die sichtbare Oberfläche der Sonne bildet.

Plage: Helles Gebiet der Chromosphäre in Aktivitätsgebieten (Fleckengruppen) der Sonne, das den Fackeln der Photosphäre entspricht.

Planet: Einer der neun mittelgroßen Körper (einschließlich der Erde), die die Sonne umkreisen; auch ähnliche Körper bei anderen Fixsternen. Anders als die Sterne, emittieren die Planeten keine eigene, durch thermonukleare Reaktionen im Innern erzeugte Energie in Form von Licht und Wärme. Das Wort "Planet" ist von einem griechischen Wort abgeleitet, das "Wanderer" bedeutet. Die Planeten bewegen sich relativ zu den Fixsternen. Die Bahn eines "unteren" Planeten liegt innerhalb, die eines "oberen" Planeten, außerhalb der Erdbahn.

Polarisation: Eine besondere Eigenschaft elektromagnetischer Wellen. In unpolarisierter Strahlung (zum Beispiel sichtbarem Licht) haben die Schwingungsebenen der elektrischen, als auch der magnetischen Komponente, jede beliebige Richtung. Bei linearer Polarisation: dagegen erfolgen die Schwingungen nur in einer Ebene. Die elektrische Schwingungsebene steht dabei senkrecht auf der magnetischen. Unpolarisierte Strahlung kann mit einem Polarisator in polarisierte Strahlung verwandelt werden. Neben der linearen gibt es auch "zirkulare" und "elliptische" Polarisation.

Quadratur: Die Position des Mondes oder eines äußeren Planeten bei der Elongation 90°.

Rektaszension: Der Winkel zwischen dem Frühlingspunkt und dem Punkt, wo der Meridian durch einen Himmelskörper den Himmelsäquator schneidet, ostwärts entlang dem Himmelsäquator in Stunden, Minuten und Sekunden gemessen. Rektaszension und Deklination geben die Position des Objekts am Himmel.

Rochesche Grenze: Der kritische Abstand vom Mittelpunkt eines Planeten,innerhalb dessen größere Körper nicht existieren können, da sie unter der Wirkung der Gezeitenkräfte zerbrechen. Für einen Satelliten mit der gleichen Dichte wie die des Planeten liegt die Rochesche Grenze bei 2,4 Planetenradien.

Astronomie S

Saros: Ein Intervall (Sarosperiode) von 6.583 Tagen (gleich 18 Jahre, 11,3 Tage), nach dem Sonne, Mond und Erde fast exakt wieder dieselbe relative Position einnehmen. Nach einer Sarosperiode wiederholen sich daher Finsternisse gleicher Art unter ähnlichen Umständen.

Schwarzer Körper: Ein Körper, der keine auffallende Strahlung reflektiert, sie also vollständig absorbiert. Er emittiert ein nur durch seine Temperatur bestimmtes (kontinuierliches) Spektrum.

Schwerpunkt: Auch Massenmittelpunkt, ist das Gravitationszentrum eines Systems schwerer Körper. Der Schwerpunkt des Erde-Mond-Systems liegt innerhalb der Erde.

Siderische Periode: Die Dauer des Umlaufs eines Himmelskörpers gemessen gegen den Fixsternhimmel.

Solarkonstante: Die Energiemenge, die in Form solarer Strahlung in einer Sekunde auf einem Quadratmeter im mittleren Erdabstand von der Sonne auffällt, wenn keine atmosphärische Absorption stattfindet.

Solstitien: Die beiden Punkte auf der Ekliptik mit der größten und der kleinsten Deklination der Sonne; der Zeitpunkt, zu dem die Sonne diese Punkte erreicht. Am 21. Juni hat die Sonne maximale Deklination (Sommer-Solstitium oder -Sonnenwende), am 21. Dezember minimale Deklination (Winter-Solstitium oder -Sonnenwende).

Sonnensystem: Das aus der Sonne, den neun Planeten mit ihren Monden, den Asteroiden (kleinen Planeten), Kometen und Meteoriten bestehende System.

Sonnenwind: Ein permanenter Teilchenstrom, hauptsächlich von Elektronen und Protonen, der von der Sonne ausgeht.

Sonnenzyklus
: Die Periode der Sonnenaktivität, die sich in der Zahl der Sonnenflecken, der Häufigkeit der Flares und in verschiedenen anderen solaren Phänomenen manifestiert. Der Zyklus hat im Mittel eine Länge von rund 11 Jahren.

Spektrum: Die Verteilung der Strahlungsenergie mit der Wellenlänge. Im optischen Bereich wird die Strahlung mit Hilfe eines Spektralapparats in ihr Spektrum aufgelöst. Sichtbares, "weißes" Licht ergibt ein "Kontinuum" vom Violetten bis zum Roten. Leuchtende Gase zeigen nur einzelne, helle "Emissionslinien" bei charakteristischen Wellenlängen; umgekehrt absorbieren Gase, bei entsprechenden physikalischen Bedingungen, Licht aus einem Kontinuum und erzeugen dunkle "Absorptionslinien" (Absorptionsspektrum, siehe auch „Fraunhofer Linien").

Sternzeit: System einer Zeitmessung, die auf der siderischen Rotationsperiode der Erde beruht. Die Sternzeit wird vom Meridiandurchgang des Frühlingspunktes an gezählt.

Stratosphäre: Die Region der Erdatmosphäre zwischen Troposphäre und Mesosphäre (15 bis 50 km Höhe).

Synchrotronstrahlung: Strahlung, die von Elektronen emittiert wird, die sich mit fast Lichtgeschwindigkeit in starken Magnetfeldern bewegen.

Synodische Periode: Das Zeitintervall, in dem sich, von der Erde aus gesehen, die scheinbaren Stellungen eines Planeten relativ zur Sonne (zum Beispiel Konjunktionen) wiederholen.


Astronomie T – Z

Tektite: Kleine Glaskörper, die in wenigen, begrenzten Gebieten der Erde gefunden werden; ihr Ursprung ist noch ungeklärt ; Ein Zusammenhang mit Meteoriteneinschlägen wird vermutet.

Terminator: Die Grenze zwischen sonnenbeleuchteter und dunkler Halbkugel eines Planeten oder Mondes.

Tierkreis: Ein Gürtel von ca. 8° Breite zu beiden Seiten der Ekliptik, innerhalb dessen sich die Sonne und die Planeten bewegen. Er ist in zwölf gleich große Zonen unterteilt, die nach zwölf Sternbildern (Tierkreiszeichen) benannt sind.

Tropopause: Die Grenze zwischen Troposphäre und Stratosphäre.

Troposphäre: Die unterste Schicht der Erdatmosphäre, in der die Temperatur mit der Höhe abnimmt; sie reicht bis etwa 15 km Höhe.

Umbra: Das dunkle Zentrum eines Schattens ("Kernschatten"); auch für den dunklen, zentralen Teil großer Sonnenflecken verwendet. Siehe auch Penumbra.

Zeeman-Effekt: Die Aufspaltung von Spektrallinien, wenn die Emission oder Absorption in Gegenwart eines starken Magnetfelds erfolgt.

Zeitgleichung: Die Differenz zwischen wahrer Sonnenzeit und mittlerer Sonnenzeit, variiert zwischen -14m24s und +16m21s.

Zenit: Der Punkt auf der Himmelskugel direkt über dem Beobachter.

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